Dienstag, 25. August 2015

Arbeit, Arbeit über alles!

Der WDR hat da mal eine Reportage produziert, die ganz gut zeigt, was viele der Lohnsklaven in Deutschland so Tag für Tag durchmachen. Alles nur um nicht abzustürzen und dann mit Glück irgendwann nach vierzig Jahren eine Rente am Rande des Existenzminimums zu "genießen".
Nach dem anschauen des Videos werden sich vielleicht (hoffentlich) viele meiner Mitmenschen fragen wie und warum diese Menschen sich das so lange gefallen lassen. Was treibt Leute dazu sich tagtäglich so ausbeuten und erniedrigen zu lassen? Würde ich mir eine solche Behandlung auch über Jahre hin gefallen lassen? Könnte es sein dass unser tolles kapitalistisches System vielleicht doch nicht so toll ist, wenn die Ausbeutung diese Ausmaße annehmen muss, damit es noch funktioniert?

Samstag, 22. August 2015

Sieche Griechen und soziale Hängematten

Es wird nicht einfacher. Ich hänge immer noch ein wenig im Loch und versuche im Moment möglichst wenig Negatives an mich heran zu lassen. Um nicht wieder in eine extrem depressive Stimmung zu kommen habe ich die vergangenen Acht Tage so gut wie keine Nachrichten gelesen und auch kaum Blogs. Aber lange halte ich das nie aus. Nach ein paar Tagen Abstinenz habe ich mich jetzt dazu entschlossen mal wieder einige Zeilen zu schreiben.

Freitag, 14. August 2015

Da freut sich die Mutti bestimmt...

Eine Ghanaerin in Hannover hat ihre Tochter Angela genannt. Diese nicht sehr sensationelle Nachricht ist dem Spiegel eine Meldung im Ressort "Panorama", dem Tagesspiegel eine im Ressort "Welt" und dem Merkur gar eine im Ressort "Politik"(!) wert. Die zig anderen "Nachrichtenportale" die die Meldung verbreiten habe ich mir gar nicht mehr angeguckt.

O tempora! O mores! (ha, ich wusste doch, dass die Asterix-Lektüre sich früher oder später auszahlen würde) So möchte man ausrufen bei dem Gedanken daran, dass die Namensgebung eines kleinen Mädchens - die zudem bereits ein halbes Jahr her ist, die kleine wurde nämlich schon im Februar geboren - Nachrichtenwert hat.

Mittwoch, 12. August 2015

Die Hartz-Gesetze und das Grundgesetz

Seit einer guten Weile will ich einen Post über das Urteil des Gothaer Sozialgerichts in Sachen Hartz IV schreiben. Aber so richtig fiel mir nichts dazu ein. Einerseits sollte ich erfreut sein, schließlich gibt es jetzt eine höchstrichterliche Bestätigung dessen was ich und viele andere, ob betroffen oder nicht, schon lange wussten: Hartz IV Sanktionen sind ein Verstoß gegen die Menschenwürde und damit verfassungswidrig. Auf der anderen Seite sind die Gothaer Richter nicht das Bundesverfassungsgericht und unmittelbar ändern wird sich durch dieses Urteil erst einmal überhaupt nichts.

Nichtsdestotrotz ist die oben verlinkte Urteilsbegründung einen sehr genauen Blick wert (nein wirklich, lest euch da mal rein), denn die dort aufgeführten Punkte müssten eigentlich endlich zu einem Umdenken in den JobSanktionscentern führen. Meine Hoffnung, dass es tatsächlich soweit kommt ist allerdings eher gering. Sich auf die Menschenwürde berufen sorgt bei den Sachbearbeitern vor Ort höchstens für ein müdes Lächeln. Die fühlen sich nämlich nicht ans Grundgesetz gebunden, sondern meist (in guter deutscher Tradition) nur an ihre direkten Vorgesetzten und an ihre "Befehle von oben". Hinzu kommt dann noch ein Gutteil an menschlicher Niedertracht und/oder Angst um den eigenen Job und als Ergebnis haben wir dann den momentanen Ist-Zustand.

Donnerstag, 6. August 2015

Vernunft und Irrsinn

Ich lass das mal hier so stehen...

Das lustige Kraut

Der Independant hat einen Artikel zu einer neuen Langzeit-Studie aus den USA, die angeblich belegt dass der Konsum von Gras in der Jugend keinerlei Einfluss auf die Entwicklung von Psychosen, Depressionen und anderen Krankheiten hat.

Besonders informativ ist der Artikel allerdings leider nicht, der Rest des Textes erklärt nur (zum über Neuntausendsten Mal) den momentanen Ist-Zustand der Prohibition in England und den USA. Aber einen zitierungswürdigen Satz hat es dann doch gegeben:
"What we found was a little surprising," said lead researcher of the study Jordan Bechtold. "There were no differences in any of the mental or physical health outcomes that we measured, regardless of the amount or frequency of marijuana used during adolescence."
Natürlich handelt es sich nur um eine einzelne Studie. Aber wenn man sich diesen Querschnitt einer Marihuana-Zelle unter dem Mikroskop ansieht, fällt es schwer zu glauben dass die Pflanze Böses mit ihren Konsumenten anstellen würde. :-D

[Bild via insomniablogging mit Umleitung über todamax]
Disclaimer: not sure if serious.
Meanwhile in Germany:



Dienstag, 4. August 2015

kurz verlinkt (19)

Mir is im Moment nich so richtig nach schreiben. Zuviel ungeordneter Scheiß der mir durch den Kopf geht, Generve vom Jobcenter, Generve von der Krankenkasse, ich geh mir selbst auf die Nerven und will eigentlich nix sehen oder hören. Also mach ich mir jetzt Payday an und erschieße mal ein paar (Hundert) Bullen, vielleicht geht's mir dann besser.

Für euch in der Zwischenzeit ein Mitschnitt des Rainald Grebe Konzerts von 2012. Nicht neu, aber gut. Viel Spass

Samstag, 1. August 2015

NPD-"Marsch" in Trier



Hier mal ein paar Impressionen vom groß angekündigten "Fackelmarsch", der heute in meiner unmittelbaren Nachbarschaft abgehalten werden sollte. Nachdem die Nazis im Dezember letzten Jahres ihren Marsch kurzfristig verboten bekamen entschied das Verwaltungsgericht Trier vor ein paar Wochen, dass dieses Verbot rechtswidrig gewesen sei. Nun fühlten die paar Pappnasen von der NPD Trier sich im Aufwind und meldeten gleich mal einen neuen Zug an, der heute vom geplanten Asyl-Heim durch mein Viertel in die Innenstadt ziehen sollte, um dort dann eine Kundgebung abzuhalten.

Das die Handvoll Rechten es noch nicht einmal den halben Weg weit schafften und 4 Stunden lang hier in zwei Straßen im Kreis laufen mussten ist der Gegendemonstration zu verdanken, die erfolgreich die geplanten Wege (friedlich) blockierten.
Ich war auch da und hab mal paar Bilder vom antifaschistischen Widerstand in der Provinz geknipst, die ich euch nicht vorenthalten will: