Freitag, 29. Januar 2016

I don't want to live on this planet anymore

Rekordwerte, Yay! (© ARD)
In den letzten Tagen und Wochen schlug mir das Thema Flüchtlingskrise mit all seinen unsäglichen Auswüchsen in Deutschland und der gesamten EU extremst aufs Gemüt. Neben den nicht enden wollenden (und sich ständig in ihrer Abscheulichkeit steigernden) Nachrichten über Hate-Crimes gegenüber Neuankömmlingen und Anschlägen auf Flüchtlingsunterkünfte hier in Deutschland (Immerhin haben wir 2015 eine Rekordzahl neofaschistischer Straftaten erreicht) ist es mit der Freizügigkeit innerhalb Resteuropas auch nicht mehr weit her. Vorgestern hat Mazedonien die Grenze zu Griechenland (vorübergehend, wie man mittlerweile liest) dichtgemacht und damit die Balkanroute mehr oder weniger blockiert.
Die Grenzkontrollen in den Schengen-Ländern könnten sogar die Wirtschaft belasten -las man unlängst in den Qualitätsmedien™- wenn Bundes Inni-Mini Thomas die Misere de Maizière über das Frühjahr hinaus die Kontrollen an der Österreichischen Grenze aufrechterhalte. Die Wirtschaft! BELASTEN!! Ohmeingottwirwerdenallestörbeeeen!!!1einself!1!

Samstag, 16. Januar 2016

Erst wenn das Kind ins Schwimmbad gefallen ist...

Da weiß doch der Syrer gleich was gemeint ist.
Comic Sans - das neue Esperanto (©gmx.net)
Gestern berichtete Fefe über ein Schwimmbad-Verbot für männliche Flüchtlinge im Ort Bornheim in Nordrhein-Westfalen. Dort haben sich wohl einige Besucherinnen und Angestellte über sexuelle Belästigungen durch Männer aus der in der Nähe liegenden Asylbewerberunterkunft beklagt. Allerdings habe es sich bei den Vorfällen "nicht um Straftaten gehandelt", gibt der zuständige Sozialdezernent Schnapka an. Einige junge, männliche Flüchtlinge hatten Frauen verbal belästigt (schreibt der Bonner Generalanzeiger, nicht aber Spiegel Online). Einerseits halte ich es ja für ein normales Vorgehen dass Menschen, die sich nicht benehmen können in einem Schwimmbad Hausverbot erhalten. So etwas gab es bei uns in der Eifel schon in den achtzigern und damals hat der Spiegel es meines Wissens nicht für notwendig befunden einen Artikel darüber zu veröffentlichen.

Mittwoch, 13. Januar 2016

kurz verlinkt (25)

Noch ein abschließender Linktipp zur aktuellen "Debatte" um die Vorfälle an Silvester in Köln. Thomas Fischer hat in seiner Kolumne in der Zeit (das einzig uneingeschränkt empfehlenswerte was dieses Käseblatt im Internet hervorbringt) einmal seine Gedanken mit gewohnt spitzer Feder niedergeschrieben. Kurzer Auszug des langen, sehr guten Texts:
Wir haben in unserem Land einige Hunderttausend sehr schlecht in die Gesellschaft integrierte junge Männer. 90 Prozent davon sind Deutsche, 10 Prozent Ausländer. Um die meisten von ihnen kümmert sich, außer ein paar als "Gutmenschen" verhöhnte Sozialarbeiter und die Arbeitslosenverwaltung, kein Mensch.[...] Wäre der Araber weg, bliebe uns noch das Problem der restlichen 90 Prozent junger männlicher Straftäter, die ein ziemlich ähnliches Verständnis von der Ehre der Frau haben. Die sind eindeutig deutsch, immerzu entweder in "Liebe" oder in "Ehre" entbrannt und ziehen eine Schneise von Blut und Sperma von Saarbrücken bis Usedom.
Ich bin normal niemand, der Lesebefehle erteilt (warum auch?), aber wenn ein Text eine so gute Zusammenfassung der aktuellen Situation ist wie dieser, dann mache ich mal eine Ausnahme. Also: Lesebefehl!

Dienstag, 12. Januar 2016

Prost Neujahr

So langsam reicht es mir mit der "Berichterstattung" über die Vorfälle an Silvester in Köln. Das Einzige was man damit noch erreicht, ist die jeweilige Einstellung der Zeitung, in der man gerade liest, zu zeigen. Es wird viel geschätzt, vermutet und verschwörungstheoretisiert, sogar von höchster Stelle. Nur Fakten gibt es so gut wie keine. Ein paar verwackelte Youtube Videos, Aussagen von (Bundes-)Bullen, denen man auch nicht unbedingt glauben kann, ein Polizeichef der zurückgetreten wird, eine Bürgermeisterin mit selten dämlichen (pun intended) Benimmregeln für Frauen - Stichwort #einearmlänge - und ein Zettel mit arabisch-deutschen Belästigungsübersetzungen, der vielleicht oder vielleicht auch nicht zum angraben von Frauen benutzt wurde.